Überblick haben und Ziele setzen

Disziplin, Selbstmotivation, Organisation, Ziele, Produktivität… Buzzwords die man im Kontext Gründung oft hört. Zurecht. Ich war schon immer organisiert und diszipliniert, aber die Selbstständigkeit verlangt davon noch eine Wagenladung mehr. Meine Gedanken und Tipps dazu verrate ich euch in diesem Beitrag.

Selbstdisziplin

Viele denken, dass man als Selbstständige/r ständig ausschlafen oder Urlaub machen kann wie man mag. Ja, kann man. Machen aber die wenigsten. Mir persönlich fällt selbst Homeoffice schwer. Mal ist das gut, ich kann dann konzentriert Sachen abarbeiten, zu denen ich im Büro nicht so gut komme. Aber ansonsten fahre ich täglich zur gleichen Zeit ins Büro und mache (meistens) pünktlich Schluss. Diese Routine hilft mir persönlich sehr. Im Büro bin ich automatisch in Arbeitsmodus, statt mich zu hause von Abwasch und Wäsche ablenken zu lassen. Zur Selbstdisziplin gehört für mich auch viel „Selbstüberlistung“. Wenn ich keine bequeme Couch oder einen vollen Kühlschrank zum Kochen in meiner Nähe habe, komme ich auch nicht in die Versuchung diese zu benutzen.

Organisation

Mein Mann sagt immer, dass ich „organisiert spontan“ sei. Damit hat er sicher recht. Ich kann es nicht leiden, nicht zu wissen was passiert oder keine Kontrolle darüber zu haben. Wenn mein zeitlicher Plan nicht aufgeht, werde ich schon mal etwas unruhig. Daher liebe ich To Do Listen, Zeitpläne und Checklisten. Allen, denen es auch so geht, kann ich Trello ans Herz legen. Ob allein oder in der Gruppe, ich nutze es für alle meine Projekte. Jeden Freitag Nachmittag gehe ich durch meine Mails und meinen Kalender und schreibe mir auf, was ich an welchem Tag der nächsten Woche zu tun habe, inkl. Termine und privaten Plänen. Ich habe es mit Listen auf A4 Blättern versucht und mit analogen Kalendern (die von weekview sind toll). Aber nichts funktioniert für mich so gut wie die digitalen Boards.

Motivation

Meine Motivation ziehe ich vornehmlich aus Podcasts, (Hör-)Büchern und Youtube Videos. Die Erfolgsstories von inspirierenden Menschen bringen meine Kreativität in Schwung und ich fühle mich voller Schaffenskraft. Ansonsten muss bei Unternehmern uns Selbstständigen die Motivation ganz klar aus einem selbst heraus kommen. Immer wenn ich mich frage, warum ich „den ganzen Mist“ hier mache, sage ich mir: „Ich hab‘ es mir so ausgesucht!“ Die Alternative wäre eine Anstellung, die sicherlich bequem, aber nicht so spannend wäre. Und wenn ich hart an meinen Zielen arbeite, bekomme ich direkt die Belohnung. Ein tolles Kundengespräch, ein Auftrag oder ein positives Feedback nach Abschluss einer Arbeit sind dann die maximale Motivation weiter zu machen.

Abschließend kann ich sagen, dass es nicht jeden Tag gleich gut gelingt, motiviert und diszipliniert an die Arbeit zu gehen. Wahrscheinlich kann das niemand jeden Tag im ganzen Jahr. Aber wenn man seine Quellen an Motivation und Methoden für Produktivität gefunden hat, ist es nicht mehr ganz so schwer. Vor allem sollte man sich da durchaus ausprobieren. Ich teste sehr gern Software/Apps und Tools und die, die nicht passen, verwerfe ich nach einiger Zeit wieder. Was für mich klappt, muss für euch nicht unbedingt der richtige Weg sein. Nur wer sich durchprobiert, kann seinen „heiligen Gral“ finden. Viel Spaß dabei!


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