Themenmonat Employer Branding – Recruiting Trends 2018

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Interne Markenbotschafter zeigen Spaß an der Arbeit
Ein neues Halbjahr hat begonnen, Zeit auf für uns, mal etwas neues zu wagen. Neu auf dem Blog: Themenmonate. Die Idee ist simpel. Jeden Monat suchen wir uns ein Thema aus, dass uns in unserem Arbeitsalltag immer wieder beschäftigt. Dazu gibt es dann etwa 3 Blogbeiträge in dem Monat. Positiver Nebeneffekt: wir können einen besseren Einblick in unsere Arbeit geben und nutzen die Chance und den Themen mal wieder mit fachlicher Recherche zu begegnen.
Als erstes Thema werden wir uns im Juli mit Employer Branding beschäftigen. Es sind zwar grad Ferien, aber für einen ganzen Jahrgang beginnt nun auch das Ausbildungs- oder Studentenleben. Eine Zielgruppe, an die viele unternehmen gern und dringend ran wollen. Außerdem ist die Urlaubszeit für viele eine gute Gelegenheit, um die eigene Arbeitssituation zu überdenken. Wie man als Unternehmen genau in dem Moment bereit steht mit einer attraktiven Arbeitgebermarke und welche Trends man dabei im Blick haben sollte, beleuchten wir in dem Beitrag.

Trend #1: Einfache und transparente Bewerbungsprozesse

Die Deutsche Bahn macht es vor und verzichtet seit kurzem auf das Anschreiben bei Bewerbungen. Anschreiben seien zwar nicht schwer, aber doch aufwändig und können die Interessenten von der Bewerbung abhalten oder diese verzögern. Der Konzern sucht aber so dringend Mitarbeiter in allen Sparten, dass ein Lebenslauf und Zeugnisse ausreichen. Xing und LinkedIn bieten mittlerweile gute Angebote, über die man sich mit einem klick auf einen Job bewerben kann. Wo ist die Hemmschwelle geringer als bei einem Klick?

 

Nach dem Absenden der Bewerbung sollte man den Bewerber abholen und auf dem Laufenden halten. Ein Dank und eine Bestätigung, dass die Bewerbung eingegangen ist und dass sie bearbeitet wird (gern auch mit dem Hinweis von wem) ist wohl das Mindeste, was ein Bewerber erwarten kann. Weiter geht es mit einer Frist, in der sich das Unternehmen dann auch wirklich zurück meldet. Über Bewerbermanagementsysteme kann man auch einen Status anzeigen lassen und Rückfragen managen. Wer ganz fortschrittlich sein mag, kann auch auf einen Chatbot setzen. Die Möglichkeiten sind vielfältigst.

 

Trend #2: Ansprechende Stellenbeschreibung

Es mag lächerlich klingen, aber man kann es nicht oft genug wiederholen. Die Stellenbeschreibung muss dem Bewerber gefallen, nicht dem Unternehmen. SAP hat zum Beispiel im Rahmen seiner Diversity Kampagne einige Begriffe identifiziert, die stark männlich kosnotiert sind und Frauen nicht so stark ansprechen. Diese Begriffe wurden aus allen Inseraten entfernt, um mehr Frauen anzusprechen. Kein unternehmen kann es sich leisten, auf ca. Die Hälfte der erwerbsfähigen Bevölkerung zu verzichten.
Wie man gezielt Frauen rekrutieren kann, ist in dieser Studie gut aufgearbeitet:  kofa.de -Handlungsempfehlung für die Rekrutierung von Frauen

 

In die gleiche Kerbe schlägt das Beschreiben der Arbeitsatmosphäre, die der Interessent vorfinden kann. Flexible Arbeitszeiten und Mitbestimmung sind zu hohlen Phrasen „verkommen“. Konkrete Beispiele und wenn möglich Erfahrungsberichte von Mitarbeitern (siehe Trend #4) können helfen, diesen Themen mehr Gewicht zu verleihen.

 

Trend #3: Benefits statt Status

In Ergänzung zu den Informationen zur Atmosphäre gehören die Benefits, die der Job mit sich bringt in die Stellenbeschreibung. Geld und Status reicht oft nicht (mehr), um die Stelle im eigenen Unternehmen schmackhaft anzupreisen. Die viel beschriebene Generation Y und alles was den Millenials folgt, will mehr als Geld verdienen. Auslandsaufenthalte, neue Aufgaben und Kompetenzen, Erfüllung von Wertvorstellungen wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung oder Innovationsgeist sind Argumente, die neben dem Gehaltsscheck das schlagende Argument sein können. Ihr bietet Sprachkurse in der Arbeitszeit an? Super. Ein mal in der Woche kann jeder Arbeitnehmer nach Feierabend auf Unternehmenskosten mit einem Personaltrainer trainieren. Hervorragend! Ein Tag im Monat können Mitarbeiter an Projekten arbeiten, die sie selbst im Unternehmen vorantreiben wollen, auch wenn sie nicht zu ihrer eigentlichen Jobbeschreibung passen? Nicht schlecht! Sprecht darüber. Oder noch besser: Lasst eure Mitarbeiter darüber sprechen.

 

Trend #4: Storytelling mit internen Markenbotschaftern

Influencermarketing funktioniert nicht nur bei Beauty- und Fashionbloggern gegenüber der breiten Öffentlichkeit. Sondern auch bei euren Mitarbeitern gegenüber potentiellen Bewerbern. Lasst doch auf Instagram den Arbeitsalltag eurer Mitarbeiter zeigen, als Takeover durch einen Kollegen. Oder lasst einen Azubi im 3. Leerjahr Ansprechpartner für junge Bewerber für Ausbildungsberufe sein. Die klassischen Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme mit dazugehörigen Prämien werden durch tolle und reale Geschichten aus euren Unternehmen sehr gut ergänzt. Ein gutes Beispiel sieht man bei Oracle im eigenen Employer Brand Instagram Account.

 

Sicherlich gibt es noch viel mehr Trends und Hinweise. Diese 4 beschriebenen finden wir als die wichtigsten und schnell umzusetzen. Bei den weiterführenden Links findet ihr 3 Beiträge von HR-Blogs, die Fachlich sehr viel zu bieten haben.
Welche Aktionen und Maßnahmen haben in euren Unternehmen das Recruting beflügelt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

 

Weiterführende Links:


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