Recherche, Recherche, Recherche

Wer glaubt, dass ein Design einfach so aus dem Ärmel geschüttelt wird, der täuscht sich. Egal ob ein Flyer produziert, ein Logo erstellt oder ein Marketingkonzept an den Start gehen soll – Etwas haben alle Projekte gemeinsam: die anfängliche Recherche.

Dabei hat jeder eine andere Vorgehensweise und vor allem unterschiedliche Prioritäten was den Umfang der Recherche betrifft. Für mich ist sie der wichtigste Aspekt im Designprozess – eine Notwendigkeit. Bevor ich beginne etwas zu gestalten, versinke ich (meistens mit Kopfhörern auf den Ohren) in meiner Nachforschung. Bevor man sich in unzähligen Skizzen und Scribbles verliert, ist es sehr wichtig, das Thema eines Projektes zu verstehen. Mir bringt es nichts, ein obergeiles Logo zu erschaffen, wenn ich den Background nicht kenne geschweige denn verstehe. Es ist so enorm wichtig mit Wissen zu glänzen und mit der Tatsache, sich ernsthafte Gedanken über das Endprodukt gemacht zu haben. Das überzeugt am Ende auch den Kunden.

Meine Vorgehensweise ist simpel: Ich tippe mich durch diverse Suchmaschinen. Ob Google, Wikipedia, Pinterest oder Instagram – in jedem Portal finde ich etwas zu jedem Projekt. Da ich aber auch noch sehr gern Papier in den Händen halte, blättere ich mich zusätzlich gern durch diverse Bücher und Magazine. Auch Videos (die Kopfhörer habe ich ja sowieso schon auf) werden von mir eingesaugt – sehr oft wird dann auch Vieles für spätere Projekte gespeichert. Nicht selten kommt es vor, dass ich auch noch abends auf der Couch oder im Bett vorm Einschlafen für Projekte recherchiere – meistens ufert das aber eher in Inspirationssuche aus, da ich am Ende des Tages nicht mehr so viel Text aufnehmen kann. Aber die Kombination aus Nachforschung und Inspiration führt dann auch dazu, erste Skizzen erstellen zu können.

Ja, auch Inspiration ist Recherche. Dabei geht es nicht darum, bereits bestehende Designs zu klauen oder zu kopieren – jeder Designer holt sich Inspiration – umsonst gibt es Portale wie Behance, Dribbble und Co. nicht. Und jedes Design entwickelt sich weiter. Wir haben die Möglichkeit, uns an guten Vorbildern satt zu sehen. Man kann alles immer noch einmal besser machen. Das sollte jedem bewusst sein. Mein Dozent im Studium sagte das immer. Denn irgendwann inspiriert man selbst andere. Und das ist am Ende das Beste.