Marketing Trends 2018

Uncategorized

Viele Trends kommen und gehen. Nicht alle Trends lassen sich auf jedes Unternehmen oder Geschäftsmodell adaptieren. Geld und Humankapital für die Umsetzung sind auch nicht immer in ausreichender Form vorhanden. Welche Trends 2018 unserer Meinung trotz allem nicht außer Acht gelassen werden sollten und wie sie auch mit kleinen Aufwänden umsetzbar sind, beleuchtet dieser Blogbeitrag. 

Trend #1 – Videos

Ja – schon klar. Auch 2016 haben schon alle gepredigt, dass Unternehmen mehr auf Videos setzen sollen. Immerhin sind Videos ca. 60.000 Mal schneller zu erfassen als Text und auch im Business sind sie absolut etabliert. So geben 75% der Führungskräfte an, mindestens einmal wöchentl. Videos im Arbeitskontext (Forbes) zu schauen. Aber warum sieht man dann immer noch sowenig Videocontent von den „normalen“ Unternehmen? Imagefilme und Hochglanzvideos kennt man zwar, aber Video als gängiges Format ist scheinbar noch nicht alltäglich für Unternehmen. Und das obwohl 43 % der User sich mehr Videoinhalte wünschen (www.vidyard.com).

Unsere Empfehlung: 
Liebe Unternehmen, setzt auf Live-Videos bei Facebook, wenn ihr aktuell was zu zeigen habt. Live-Videos werden auf Facebook dreimal länger konsumiert, als aufgezeichnete Videos. (www.contentmanager.de). Ihr könntet z. B. zeigen, wie es in eurer Produktion aussieht, wie neue Produkte entwickelt werden oder mit euren Mitarbeitern ein Interview führen (mögliches Thema: Warum es toll ist, bei euch zu arbeiten)
Wenn ihr erklärungsbedürftige Produkte oder Services verkauft, produziert ein Erklärvideo. Produktvideos steigern Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde das ihm präsentierte Angebot kauft, um 64 Prozent (www.forbes.com). Eins, dass uns gut gefällt, ist von Thonet der Erklärfilm für Shelf System 7000.
Videos müssen auch nicht teuer sein: Um auszuprobieren, was bei den Followern gut ankommt, kann man auch mal selbst „Hand an legen“.

Der Trend passt gut zu folgenden Zielen: 

  • Markenstory kommunizieren,Value Proposition erklären und zur Positionierung schärfen
  • Aufbau von Beziehungen zu Kunden und Interessenten
  • Inhaltsübermittlung in kurzer Zeit gewünscht/benötigt, z. B. von erklärungsbedürftig Produkten und Dienstleistungen
  • höhere Aufmerksamkeit erreichen

Unsere Handlungsempfehlungen: 

  • Ziele und Anlässe definieren, dazu passendes Video-Format auswählen
  • Auf Social Media Kanälen kann man auch geringem Aufwand Video Content ausprobieren
  • Auf die richtige Einbindung auf der Website achten (Metadaten, Transkription anbieten, Video Sitemap, bei Search Konsole hochladen, Analyse und Optimierung

Trend #2 – Micro-Influencer

Bei Influencer denken wohl alle an Caro Daur oder Bibbi, die Millionen von Followern ihre gesponsorte Meinung zu Produkten bei Instagram und Youtube präsentieren. Neben den Big Playern im Markt, gibt es auch viele andere User, die über Nischenthemen zu einer kleineren Gruppe an Followern sprechen. Microinfluencer sind Einzelpersonen, die in den sozialen Medien eine kleinere Anzahl von Fans und Followern (zwischen 500 – 10.000 Follower) dafür aber eine sehr aktive Community haben. Daher locken sie mit hohem Engagement  

Unsere Empfehlung: 

Werte Marketingbeauftragte, wie wäre es, wenn jemand, der sich gut in der Materie auskennt, in der ihr auch unterwegs seid, über euer Produkt spricht? Microinfluencer gelten oft als Spezialisten in einem oder mehreren Interessengebieten und werden daher für ihre Meinung sehr geschätzt. Da sie aber (noch) nicht so viele Follower haben, sind sie gleichzeitig kostengünstiger als bekannte Mega-Influencer. Ausprobieren lohnt sich. Multiplikatoren-Marketing funktioniert, um neue Zielgruppen zu erreichen. Und zwar nicht nur bei jungen Menschen, sondern auch bei Zielgruppen ab 40 Jahren. 37 Prozent dieser Altersgruppe haben einen Lieblings Influencer, dessen Content sie regelmäßig verfolgen. Wer das super macht ist Simply Saxony auf Instagram oder der GDW auf Youtube

Der Trend passt gut zu folgenden Zielen: 

  • Platzierung der Marke bzw. Produkt/Dienstleistung im Kontext der Zielgruppe
  • Ergänzung zu anderen Marketingkanälen

Unsere Handlungsempfehlungen: 

  • Recherchieren, wo die Zielgruppe sich austauscht und wer Meinungsführer ist
  • Auswahl des Influencers nach dessen Zielgruppe und KPIs, die Anzahl der Follower, Views, Kommentare, die Interaktionsrate sowie Stil und Qualität
  • Auf Klare Briefings zu Produkt, Inhalten, Timing und Ablauf achten, Zwischenfeedback austauschen, aber keinen Einfluss auf Influencer nehmen

Trend #3 – Marketing Automation und Personalisierung

Hier geht es um individuell, nach den Bedürfnissen und Vorlieben des Users zusammengestellte Webangebote alá Amazon und Spotify, ebenso wie Technologien, die auf den User reagieren als wären Menschen am anderen Ende der Kommunikation. Das ist tatsächlich mit einigem an Aufwand und Gehirnschmalz verbunden. So ein Chatbot (Automatisierung) ist nur so gut, wie die Gedanken und Vorgaben, mit denen er gefüttert wird. Allerdings ist es auch ein Trend mit hoher Wirkungskraft. So sagt das Marktforschungsinstitut Gartner, dass 2018 etwa 20 Prozent der Unterhaltungen vollständig automatisiert ablaufen können. Das Einsparungspotential im Kundenservice ist enorm. Über Chatbots können Anfragen vorqualifiziert werden, so dass Mitarbeiter nur die notwendigen Anfragen bearbeiten müssen und für die schon die wichtigen Angaben vorliegen haben. Am besten gefällt uns der Chatbot der Sparkasse und Kwitt

Ähnlich hoch ist die Wirksamkeit von Personalisierung. Durch die Erhebung und Auswertung von „Big Data“ weiß man (eigentlich) genug über die User, um vornehmlich passende Inhalte auszuspielen. Das ist auch sinnvoll, denn 74 Prozent der Nutzer reagieren frustriert auf unpassende Inhalte wie Dating-Werbung für verheiratete Ehemänner. (Quelle: www.mobilbranche.de)

Unsere Empfehlung: 

Klingt alles plausibel und trotzdem nicht relevant, werden viele denken. Unternehmen müssen ja nicht gleich einen eigenen Chatbot installieren. Es gibt auch gute Software zum Thema Automation, die bei der Verbindung von Content Marketing, Social Media, E-Mail, Kampagnen-Management, Lead-Generierung, Analytics, SEO, Conversion-Optimierung unterstützt. In dem Bereich lohnt es sich den ein oder anderen Testlauf zu starten und zu schauen, wie diese Tools Marketingmaßnahmen (teilweise) automatisieren können.

Wer individuellere Inhalte streuen will, muss auch nicht gleich seine Website umbauen – man kann auch überlegen, wie man auf verschiedene Interessengebiete angepasste Newsletter verschickt oder wie die Zielgruppeneinstellungen bei Facebook irrelevante Inhalte minimieren können.

Der Trend passt gut zu folgenden Zielen: 

  • vorhandene Kommunikationskanäle und Kundendaten sollen effizienter genutzt werden
  • Prozesse können und sollen vereinfacht werden
  • Personalaufwand bei Erstkontakt im Chat soll reduziert werden (können im Chat grundlegende Fragen der Nutzer beantworten, einfache repetitive Aufgaben ausführen oder die Kontakte in verschiedene Kategorien einordnen, bevor sich ein Mitarbeiter einschaltet.)
  • Kundenzufriedenheit/ Engagement und Conversion Rate durch Relevanz erhöhen

Unsere Handlungsempfehlungen: 

  • Wichtig ist bei allen Gangarten, die Datensicherheit im Auge zu behalten
  • Software für Marketing Automation testen, z. B: Adobe Marketing Cloud, Marketo oder Pardot von Salesforce
  • Botschaften auf kleine Zielgruppen anpassen und zielgerichtet versenden bzw. bei Facebook posten
  • Mehrere Themen-Newsletter aufsetzen bzw. anbieten, um Abonnenten zu segmentieren