• 10. Februar 2020
  • Denise

2020 – ein neues Jahrzehnt hat begonnen und damit steht die Definition einer neuen Design-Ära. Wohin die Reise gehen wird, zeigen wir euch in unserem jährlichen Design-Trend-Report.

Cyberpunk-Farben

Futuristische Motive werden häufig in Farbe dargestellt. Meist handelt es sich dabei um besonders strahlende und übersättigte Farben, die normalerweise nicht in der Natur zu sehen sind. Solche Farbtöne werden häufig mit dem Science-Fiction-Genre „Cyberpunk“ in Verbindung gebracht. Dargestellt werden hier futuristische, düstere und neonfarbene Szenarien. Wir erwarten kräftigere Farben, die noch mehr leuchten als bisher. Dieses Leuchten erzeugt fiktive Erlebnisse und lässt dunkle Designs freundlich und einladend wirken.

Street Art

Street Art und Graffiti sind absolut Retro. Ob die Punk-Szene aus den 70ern, die Neonfarben aus den 80ern oder der Grunge aus den 90ern – Dieser Trend feiert ein Comeback. Allerdings passt er sich im Grafikdesign an unsere Zeit an. Angesichts der Verbindung zum Vandalismus, haben Graffiti von Haus aus etwas Provozierendes – und Provokation wirkt. Der Street Art-Trend ist die kultivierteste Art, uns das Gefühl zu geben, unsere Zukunft läge in unseren eigenen Händen.

Ultrafeine Geometrie

Linien bringen Form und Wesen eines Objekts zum Ausdruck. Geometrische Linien bilden technologische Objekte ab – Geschwungene Linien stehen für natürliche und organische Formen. In diesem Jahr erleben wir die Verschmelzung beider Linienstile, um unvorstellbare Designs entwickeln zu können. Diese Designs fühlen sich, trotz der konsequenten Geometrie, vergänglich an. Sie sehen aus wie Metall, ziehen aber wie Rauch umher. Ultrafeine Geometrie ist modern und abstrakt: Deshalb ist sie im Branding für Tech-Unternehmen so beliebt.

Papiercollagen

Designer kombinieren Bilder, die eindeutig nicht zusammengehören – zum Beispiel Illustrationen und Fotos. Dabei verzichten sie auf einwandfreie Bildbearbeitung. Sie kreieren Kunstwerke mit eckigen Kanten und weißen Umrissen. Diese Collagen sind optisch auffallend und größtenteils hochkomplex, wodurch sie sich sehr gut für Buchcover, Plakate und Editorial-Illustrationen eignen.

Big-Personality-Handlettering

Typografie ist schon immer ein wichtiges Element im Grafikdesign. In den letzten Jahren wurde Schrift immer größer, fetter und experimenteller. 2020 geht der Trend weiter, allerdings mit humanem Einschlag. Handlettering ist bereits extrem beliebt. Markentypografie wird folgen, indem sie unspezifisch, bunter und extravagant wird. Dies kann mit Lettering erreicht werden – es steht für ein Thema, um ein Gefühl für die Menschen hinter einer Marke zu vermitteln.

Dystopie

Dystopie (das Gegenteil von Utopie) bezieht sich allgemein auf fiktive, in der Zukunft spielende Geschichten mit negativem Ausgang. Aus Design-Sicht erkennt man Dystopie an kalten Farben und mechanischer Typografie. Dieser Stil wird durch die Ästhetisierung von digitalen oder analogen Fehlern (Glitch Art = engl. Panne, Störung) und Bildern, in denen Technik mit natürlicher Materie verschmilzt – oder Menschen zeigt, die komplett aus einer Szene ausgeschlossen werden – bestimmt. Dystopie nimmt oft die Gestalt eines schockierenden Beispiels an und erinnert uns daran, aufmerksam und wachsam zu sein. Bisher zeigt sich dieser Trend hauptsächlich auf T-Shirts und illustrativen Medien wie Albumcovern.

Hyper-Pastiche

Hyper-Pastiche ist ein Vintage-inspirierter Look, der sämtliche Epochen imitiert und miteinander verbindet: Sei es das viktorianische Zeitalter oder das Mittelalter, Art déco oder Jugendstil – vergangene Kunststile vereinen sich mit modernen Designs zu einer großen, chronologischen Collage.

Endlos-Animationen

Animationen sind eine der großartigsten Möglichkeiten, eine Marke lebendig zu machen. Im Netz sind sie Alltag – und zwar in Form von Micro-Interactions. 2020 werden Animationen durch nahtlose Übergänge zu endlosen Sequenzen – jeder Teil der Grafik knüpft dabei an die nächste Szene an.

Visualisierung von Livedaten

In diesem Jahr werden komplexe Livedaten (z. B. Dashboard-Statistiken) noch schneller verfügbar sein. Informationen werden dynamisch-animiert dargestellt. Auf diese Weise lassen sie sich an Änderungen anpassen. Das Konzept ähnelt Visualisierungen in Musik-Apps, die Schallwellen mithilfe abstrakter Grafiken darstellen. Zudem werden hier viele Design-Trends miteinander kombiniert – Neonfarben, organische Geometrie und dynamische Animationen.

2020 dreht sich also alles um Gegensätze, die zusammenkommen: Vergangenheit und Zukunft, Geometrie und Organik, das Echte und das Künstliche. 

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