Digital first heisst es seit vielen Jahren. Und sind wir ehrlich: Durch die Pandemie hat sich gezeigt wie sinnvoll Remote-Work und das Veröffentlichen digitaler Medien ist. Trotzdem möchten sich Tobias Loitsch und Alexandra Stefanov von SA.LT Projects + Publishing ein Herzens-Projekt erfüllen: Ein eigenes gedrucktes Magazin mit dem Themenschwerpunkt „China“ herausbringen. Wir zögern nicht lange, dieses Projekt unterstützen zu wollen, als uns die Anfrage bereits im November 2020 via Mail erreicht.

Ein Herzensprojekt

Was ist es aber, was Alexandra und Tobias so am Herzen liegt? CHINA IM BLICKPUNKT soll sich als ein unabhängiges Magazin an LeserInnen richten, die sich für gesellschaftsrelevante Themen interessieren und China mit all seinen Facetten – jenseits von westlichen Klischees – erleben und kennenlernen wollen.

„In deutschen Medien wird viel zu viel über Politik und zu wenig über die Menschen und ihren Alltag berichtet“, analysierte Tobias damals, der in Dresden als Projektmanager und Publizist arbeitet.

Insgesamt sollen 40 Autoren auf 164 Seiten über China-relevante Themen wie Food, Tourismus, Sport und Wirtschaft publizieren. Schnell war klar: Hier ist es nicht mit einem einheitlichen Magazin-Template getan. So entstand erstmals die Idee, jedem Thema ein charakteristisches Design zu verpassen.

Zwischen Lockdown und Papiermangel

Nach fast einem Jahr der Vorbereitungen (Anzeigenverkauf, Crowdfunding-Kampagne, Schreiben der Artikel durch die Autoren etc.) startet im Oktober 2021 die Magazin-Umsetzung. (Fast) alle Beiträge sind geliefert und die Dropbox ist mit Bildern gefüllt. Erste Meetings finden via Zoom-Call statt, denn aufgrund der Corona-Pandemie ist es mittlerweile der dritte Lockdown in Deutschland. Und persönliche Zusammentreffen sind durch Kontaktbeschränkungen geregelt. Was uns zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst ist: Am Ende wird das gesamte Projekt remote stattfinden. Die Ironie darin: Das ist eine echte Aufgabe! Letztendlich handelt es sich um ein physisches Produkt, welches wir anfassen können.

Nach dem ersten Import aller Texte, wird ein grobes Layout für jedes einzelne Thema entwickelt. Anschließend erweckt das designtechnische Feintuning jeden Beitrag nach und nach zum Leben. Wir glauben an einen pünktlichen Launch am 26. November 2021. Ende Oktober werden wir jedoch von der Realität eingeholt: Papiermangel in Deutschland! Durch Holzknappheit und die immer noch anhaltende Pandemie sowie die Umstellung einiger Hersteller auf die Produktion von Verpackungsmaterial, kann der geplante Veröffentlichungstermin leider nicht eingehalten werden.

#Printisnotdead

Auch einige Wochen später war das Papier-Problem noch nicht gelöst: Neben dem weltweiten Papiermangel steigen nun auch die Papierpreise kräftig an. Ein Druck wird somit immer teurer – wenn er überhaupt noch möglich ist. Was nun? Doch ein digitales E-Paper? Auf keinen Fall! Eher noch verschieben wir den Launch, bis wir drucken können. Aufgeben ist für Tobias und Alexandra ein Fremdwort. Trotz der Widrigkeiten halten die beiden an ihrem Plan fest, CHINA IM BLICKPUNKT als hochwertige Printausgabe zu veröffentlichen. In der Zwischenzeit geht Denise ein wenig vom Gas und widmet sich mit etwas mehr Ruhe dem Design der letzten Beiträge. Auch der Umschlag, das Inhaltsverzeichnis und ein Vorwort müssen noch gestaltet werden. Zudem nutzen Alexandra und Tobias die Chance, sich dem Thema Anzeigenvertrieb zu widmen. Die Texte müssen auch noch final Korrektur gelesen werden. So hat jedes Übel auch etwas Gutes. Am Ende werden wir belohnt: Dank einem großartigen Netzwerk wird eine Druckerei gefunden, die über Papierreserven im Lagerbestand verfügt. Dadurch halten sich auch die Preise unter Kontrolle – der Druck startet am 17. Februar 2022.

Der Umschlag

Lange haben wir überlegt, ob ein einfaches aber schönes Foto aus einer Bilddatenbank passend für CHINA IM BLICKPUNKT ist. Nach einigen (immer noch virtuellen) Meetings, kamen wir aber zu dem Entschluss, dass eine Illustration viel mehr aussagen kann als ein Foto. Die schlichte Abbildung einer chinesischen Frau mit einem Faltfächer vorm Gesicht steht für das Unbekannte und weckt die Neugier auf Neues. Auf der Rückseite dann eine kleine Überraschung: Die Dame hat den Fächer vor ihrem Gesicht entfernt. Wir hoffen, dass einige Ansichten und Betrachtungsweisen über das Land der Mitte nun auch für die LeserInnen offen stehen.

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt

Seit dem 11. März kann man CHINA IM BLICKPUNKT käuflich erwerben. Seit diesem Tag liegt das Magazin in den Zeitschriftenläden der 50 größten deutschen Bahnhöfe aus. Neben der Tatsache, dass sich CHINA IM BLICKPUNKT zum Top Titel im Pressehandel entwickeln konnte, wurde die Verkaufszeit um weitere 6 Wochen erweitert. Und es geht weiter: die nächsten beiden Ausgaben erscheinen 2023! Ein echtes Herzens-Projekt eben. Und am Herzen liegt uns am Ende auch ein persönliches Treffen, bei dem wir unser Magazin gemeinsam in den Händen halten können – so ganz ohne virtuellen Meeting-Raum. So ganz in Echt.

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